Sie war in meiner Zeit die Versinnbildlichung von Emanzipation, die schon in Kindheitstagen beginnen kann. Ich liebte die Vorstellung, dass alles beseelt ist und ich mit jedem Lebewesen und jedem Baum kommunizieren kann – dass wir uns gegenseitig bereichern, indem wir uns wirklich begegnen. Ich hatte überall meine Bäume, meine Verstecke, meine kleinen Reiche. Man brauchte mich nur zu suchen, wenn man Teil meiner Welt sein wollte.
Heute fühle ich mich manchmal eher wie Fräulein Prysselius – die Frau, die Pippi in geregelte Bahnen lenken möchte. Und doch mache ich mir meine Welt noch immer so, wie sie mir gefällt. Nur habe ich im Laufe meines Lebens gelernt, dass es mehr als Leichtigkeit und Abenteuerlust braucht, um wirklich in sich zu ruhen.
Mit Holla Kessel stehe ich seit der Gründung für Nachhaltigkeit, Unabhängigkeit und dafür, als Unternehmerin und Privatperson einen möglichst kleinen Fußabdruck zu hinterlassen – und dennoch gelegentlich auf großem Fuß leben zu können.
Der Name Holla Kessel ist inspiriert von Wolf-Dieter Storl und seiner Interpretation des Märchens der Frau Holle. Frau Holle ist, anders als bei den Gebrüdern Grimm, nicht nur die Frau, die das Federbett schüttelt, sondern eine dreifaltige Göttin: die Junge, die Gebärende und die Alte. Diese Einheit begleitet mich bis heute. Sie ist ein innerer Kompass für mein Frau-Sein und für meine Arbeit.
Die Junge in uns steht für Offenheit, für Entdeckungen, für das Staunen.
Die Gebärende für Lust am Leben, für Fürsorge, für das Nährende.
Die Alte für Weisheit, für Unterscheidung, für die Frage: Dient das, was mir begegnet, dem Leben – oder raubt es Kraft?
Diese drei Qualitäten in Balance zu halten, ist für mich gelebte Spiritualität.
Ich wurde an einem Freitag, dem 13. März geboren – nach 13 kinderlosen Ehejahren meiner Eltern, nach 13 Stunden Geburt.
Diese Zahl steht für mich nicht für Unglück, sondern für Wandlung. Sie begleitet mich wie ein leiser Taktgeber durch mein Leben.
Nach der Schule lernte ich Friseurin – der Sinn für Schönheit, für Berührung, für das Leichterwerden der Menschen ist geblieben. Ein Schlaganfall mit 21 Jahren riss mich jedoch aus dieser Bahn. Ich musste sprechen, essen und gehen neu lernen. Es folgten Depressionen, körperliche Symptome, Orientierungslosigkeit.
So wollte ich nicht leben.
Also machte ich mich auf den Weg.
Ich fand die Welt der Kräuter, Düfte, Tees, Gewürze – ihre stille Sprache und ihre Kraft. Ich absolvierte den Kräuterschein (IHK), ließ mich zur ganzheitlichen Ernährungsberaterin ausbilden, später zur Heilerin. Ich lernte schamanische Arbeit kennen, matriarchale Jahreskreisfeste, Körper- und Energiewissen.
Ich begann, für Menschen zu kochen – zuerst im Heilkundezentrum, später professionell als Fachfrau für Bio-Gourmet-Ernährung und nach Ausbildung bei einem Sternekoch als ausgebildete Köchin. Nahrung wurde für mich nicht nur Energie, sondern Beziehung, Präsenz, Heilung.
Im Hamburger Gängeviertel baute ich Gesundheitsräume für Aktivisten und Künstler mit auf. Ich begleitete Menschen durch Krisen, durch körperliche Symptome, durch emotionale Engstellen – immer mit dem Ziel, sie wieder in Verbindung mit ihrer eigenen inneren Führung zu bringen.
Gemeinsam mit meiner Tochter entwickelte ich den KnabberMonster-Kurs, um Kindern früh einen natürlichen, liebevollen Zugang zu Ernährung und Körperwissen zu ermöglichen.
„Für die stille Rückkehr zur Wahrheit.“
arbeite ich in einem festen beruflichen Rahmen mit Menschen in Übergangsphasen – dort, wo Orientierung, Sprache, innere Stabilität und neue Perspektiven nachhaltig entstehen dürfen. Diese Arbeit trägt meine Familie & mich und verankert mich im Alltag.
Parallel dazu bin ich selbstständig tätig als ganzheitliche Ernährungsberaterin und Heilerin. Hier öffnet sich ein stillerer, tieferer Raum: ein Raum für Wahrnehmung, Energie und die feinen Bewegungen deiner Essenz. In meinen Sessions begegne ich dir über das Betrachten und Spüren deines Energiefeldes und begleite dich dabei, dich selbst wieder klar, weit und lebendig zu erleben.
Ich arbeite mit Frauen, die viel tragen, viel können, viel fühlen – und die sich dennoch nach mehr innerer Weite, gelebter Würde und einem angenehmen Zuhause in sich selbst sehnen.
Ich begleite dich dabei, Stressfaktoren zu erkennen, deinen Körper als Verbündeten zu erleben, Ernährung, Räume und Gewohnheiten so zu gestalten, dass sie dich wirklich nähren, und deiner Intuition wieder zu vertrauen.
Dabei dürfen deine weiße, deine rote und deine schwarze Frau in dir in ihrem vollen Spektrum lebendig werden – nicht als Rolle, sondern als gelebte Wahrheit.
Nicht durch Druck, sondern durch Achtsamkeit, Rhythmus und die Rückkehr in deine eigene Präsenz – angelehnt an die Rhythmen der Natur und damit an das Leben selbst.
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